chronik


Hundert Jahre Sportfreunde Nistertal bedeuten auch gleichzeitig 39 Jahre Tischtennisabteilung.
Der heute nicht mehr aktive Karl-Heinz Küllmar war es, der 1968 diese neue Abteilung, neben dem Fußball und Turnen, ins Leben rief. In der Saison 1968/69 nahm erstmals eine Schülermanschaft am laufenden Meisterschaftsspielbetrieb teil. Ein Jahr später folgte dann die Gründung der 1. Seniorenmannschaft mit den Spielern:

1. Ernie Baldus
2. Karl-Heinz Küllmar
3. Armin Steup
4. Ernst Brodmann

Heute zählt die Tischtennisabteilung insgesamt fünf Herrenmannschaften, drei Damenmannschaften und vier Jugend/Schüler- bzw. Bambinimannschaften mit insgesamt ca. 65 Aktiven.

Die erste Damenmannschaft (Iveta Moravanska, Daliah Alhäuser, Yvonne Nadler Tina Burbach und Vanessa Daun) spielt bereits seit vielen Jahren in der Oberliga Südwest (vierthöchste Spielklasse) mal im oberen, mal im unteren Mittelfeld. Der Clou gelang jedoch in der gerade erst abgelaufenen Spielzeit: Aufstieg in die Regionalliga! Der bisher größte Erfolg im Mannschaftsspielbetrieb.

Die erste Herrenmannschaft (Kai Otterbach, Andreas Weyand, Johannes Rahn, Armin Hülpüsch, Pierre Mohr, Florian Schneider, Michael Skotzke und Kurt Meteling) geht in der höchsten Verbandsliga (der 1. Rheinlandliga) auf Punktejagd und rangiert derzeit im gesicherten Mittelfeld. Auch die Herren durften zwischen 2001 und 2004 einmal Oberligaduft schnuppern.

Erfreulich ist festzustellen, dass sowohl die Damen als auch die Herren mit den nachfolgenden Mannschaften immer enger auf hohem Niveau zusammengerückt sind. So spielen sowohl die 2. Damenmannschaft als die 2. Herrenmannschaft mittlerweile in der Verbandsliga.

Fast 40 Jahre Tischtennis innerhalb der Sportfreunde Nistertal 07 haben den Verein weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht. Nachfolgend seien nur kurz einige Highlights aufgeführt.

Für die größten Erfolge im Herrenbereich stehen Thomas Becker und Kai Otterbach, die einige Podestplatzierungen bei diversen Rheinlandranglisten bzw. -meisterschaften erspielten. Kai Otterbach konnte sich sogar zweimal für die Südwestdeutschen Meisterschaften qualifizieren.

Ungleich länger ist die Erfolgsliste im Jugend- bzw. Schülerbereich.
Seit 1999 zeichnen sich Sascha Müller, Rainer Beib und Günther Roßhoff für die Nachwuchsbetreuung verantwortlich. Davor haben Jan Protze und Lutz Schürg über zwei Jahrzehnte hervorragende Jugendarbeit geleistet. Pioniere der ersten Stunde in der Nachwuchsbetreuung waren der bereits erwähnte Karl-Heinz Küllmar sowie anschließend Ernst-Erhard (Ernie) Baldus, unter dessen Leitung erstmals von einer konsequenten, systematischen und erfolgreichen Nachwuchsarbeit gesprochen werden kann. Lutz Schürg sowie der auch heute noch in der ersten Herrenmannschaft auf Position 2 spielende Andreas Weyand sind Spieler dieser frühen Jahre.
Seit 1999 wuchs die Zahl der Jugend- bzw- Schülermannschaften von zwei auf zeitweise fünf Mannschaften. Derzeit kämpfen vier Mannschaften außerordentlich erfolgreich um Punkte. Im Gegensatz zu den Nachwuchsmannschaften früherer Tage, in denen sich der männliche und der weibliche Nachwuchs in etwa die Waage hielt, besteht er heute ausschließlich aus männlichen Jugendlichen.
Neben den sehr engagierten Trainern ist das große Plus des Nistertaler Nachwuchses, dass sich auf hohem Niveau eine große Breite gebildet hat. Dies kommt nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass derzeit 5 Jugendliche bereits im Herrenbereich zum Einsatz kommen. Seit vielen Jahren zählt die männliche Jugend zu den erfolgreichsten im Rheinland.
Herausragendes Ereignis in der jüngeren Vergangenheit war der 5.Platz bei den deutschen Schülermannschaftsmeisterschaften 2006 in Bad Kreuznach sowie der Südwestdeutsche und Rheinland Schüler-Mannschaftsmeister ebenfalls in 2006. Erreicht wurde dies durch:

v.l.: Sven Jakobs, Felix Binge, Yannik Müller liegend: Moritz Beib


Auch in diesem Jahr fährt wieder eine Jugendmannschaft mit besten Chancen auf den Titelgewinn, übrigens zum 3.mal in Folge, zu den Rheinlandmannschaftsmeisterschaften nach Idar-Oberstein.

Blickt man auf die Erfolge bei den Individualwettbewerben, so würde es den Rahmen der Festschrift sprengen, diese alle aufzulisten. In all dieser Zeit wurden so viele Regionsmeister, Regionsranglistensieger sowie Rheinlandenranglistenteilnehmer von Nistertal gestellt, dass anschließend nur die allergrößten Erfolge erwähnt werden können.

2007: wurden Südwestdeutscher Meister im Mixed Yannick Müller und Franziska Paul
2005: B-Schüler Rheinlandmeister im Einzel Yannik Müller
2003: C-Schüler Rheinlandmeister im Einzel Yannik Müller / im Doppel Yannik Müller/Moritz Beib

In den 90iger Jahren war es vor allem Johannes Rahn, der für positive Schlagzeilen sorgte. Er gewann verschiedene Rheinlandmeistertitel, im Doppel mit Tim Lindner aus Mündersbach wurde er sogar 2 mal Südwestmeister und 3. bei den Deutschen Meisterschaften der Schüler (1999/2000). Bei den Schülerinnen setzten Kerstin Teutsch, Sandra und ? Protze die Akzente.

Rosi Stahl und Bettina Leukel waren die herausragenden Nachwuchsspielerinnen in den 80iger Jahren. Beide wechselten, nachdem mehrere Aufstiegsversuche unglücklich scheiterten, nach Hargesheim/Rüdesheim in die 2. Bundesliga um dort ihre Klasse unter Beweis zu stellen.

Nachfolgende Personen übten das Amt des Abteilungsleiters der TT-Abteilung seit ihrer Gründung vor:

1968 - 1976: Karl-Heinz Küllmar
1976 - 1980: Hans-Jörg Sievers
1981 - 1998: Jan Protze
1998 - 2004: Margit Müller
2004 - heute: Kai Otterbach

Natürlich lief nicht alles rund in den fast vierzig Jahren. Ganze 3 cm sorgten Ende der 80iger Jahre für Schlagzeilen. Die Spieler des Lokalrivalen VFL Höhr-Grenzhausen brachten seinerzeit einen Zollstock mit zu ihrem Gastspiel nach Nistertal; sie nahmen Maß und das Ergebnis war eindeutig: Die Halle war 3 cm zu kurz. Denn eine Spielbox musste nach der Wettspielordnung 10 mal 5 Meter messen. Höhr-Grenzhausen legte Protest ein und bekam die Punkte am grünen Tisch zuerkannt. Eine danach beantragte Sondergenehmigung beim TTVR wurde durch den damaligen Sportwart Rolf-Jürgen Feuckert abgelehnt. Dies hatte zur Folge, dass die 1. Herrenmannschaft ihre Heimspiele nicht mehr in Nistertal austragen durften. Man wich damals in die benachbarten Hallen in Unnau, Norken und Bad Marienberg aus. Glücklichweise fand dieser Missstand durch die Fertigstellung der neuen Nistertaler Sporthalle im Jahre 1990 sein Ende.

Aber auch neben dem sportlichen Geschehen rund um den 2 g schweren Tischtennisball zeigt sich die Tischtennisabteilung im Jahre 2007 als eine gut funktionierende Einheit. So wird jährlich ein Abteilungsausflug angeboten, der auch regen Zuspruch findet. Häufig lautet das Fahrziel Pfalz aber auch nach Tschechien wurde schon gereist. Diese Ausflüge sorgen für eine gute Stimmung und fördern den Zusammenhalt innerhalb der Abteilung.

Um den jährlich steigenden finanziellen Belastungen (Verbandsabgaben, Material- und Fahrkosten etc.) entgegenzuwirken, wurde 2005 ein Mitternachtsturnier ins Leben gerufen und 2006 seine Fortsetzung fand. Mit jeweils über 100 Teilnehmern platzte die Nistertaler Sporthalle förmlich aus allen Nähten und bescherte den begeisterten Teilnehmern viel Freude und den Sportfreunden ein paar Euro in die knappen Kassen. Auch in diesem Jahr findet das Turnier - traditionell am 02.10. - wieder statt.

Bevor die zahlreichen Aktiven im September wieder auf Punktejagd gehen werden, freuen sich viele erst einmal auf die Feierlichkeiten am 6/7. 07. anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Sportfreunde. In diesem Sinn " Schmetter Ball "!